Rettungszeichen Arzt

Das Rettungszeichen Arzt zählt zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung ASR A1.3 in Betrieben. Es wird eingesetzt, um auf das Vorhandensein einer medizinischen Versorgungsstelle hinzuweisen. Dieses genormte Rettungszeichen dient dazu, Orte, an denen im Notfall ein Arzt (z.B. ein Betriebsarzt) zur Stelle ist, zu kennzeichnen. Für den Arbeitgeber ist es Pflicht, das Unternehmen mit diversen Sicherheitskennzeichnungen wie dem Rettungszeichen Arzt auszustatten. Doch auch auf öffentlichen Großveranstaltungen sowie in staatlichen Einrichtungen sind Sicherheitszeichen ein Muss.

Mit dem Rettungszeichen Arzt richtig kennzeichnen

Rettungszeichen Arzt nach ISO 7010Das weiß gerahmte Rettungszeichen Arzt zeigt nach ASR A1.3 und DIN ISO 7010 ein Erste-Hilfe-Kreuz in der rechten oberen Ecke des quadratischen Rettungszeichens. Links daneben ist eine schematisch dargestellte Person zu sehen. Ein angedeutetes Stethoskop am Kopf sowie ein angedeuteter Kittel symbolisieren die Arztfunktion der abgebildeten Person.

Alle Symbole sind nach DIN 5381 weiß (RAL 9003 Signalweiß) eingefärbt und heben sich somit gut sichtbar vom grünen (RAL 1632 Signalgrün) Untergrund des Rettungszeichens ab. Die Ausnahme bildet ein Teil des Stethoskops, welcher sich auf dem weißen Kittel befindet. Für einen optimalen Kontrast ist dieser Bereich ebenfalls in der grünen Hintergrundfarbe eingefärbt.

Nach Einführung der DIN ISO 7010 wurde das Rettungszeichen Arzt vollständig umgestaltet. In veralteten Rettungszeichen findet man daher noch eine andere Symbolik vor. Das veraltete Rettungszeichen Arzt zeigt einen Äskulapstab und den sich eine eine Schlange windet. Die Schlangen-Symbolik stammt aus der griechischen Mythologie und steht in vielen Ländern für Heilkunde und Kraft.

Was macht ein Betriebsarzt?

Die Hauptaufgabe eines Betriebsarztes ist es, die Gesundheit der Beschäftigten innerhalb des Unternehmens zu fördern und zu erhalten. Vor allem ist er zuständig für die Betreuung von chronisch kranken und suchterkrankten Personen sowie für die schnelle Hilfe bei kleineren Arbeitsunfällen. Allerdings steht der Betriebsarzt, wie jeder andere Arzt auch, unter ärztlicher Schweigepflicht. Zusammen mit Ersthelfer/-innen und Betriebssanitäter/-innen ist der Betriebsarzt/-ärztin für die arbeitsmedizinische Betreuung im Unternehmen zuständig. Zudem sichert er gemeinsam mit den Sicherheitsbeauftragten die Wirksamkeit der gesetzlichen Aufgaben für den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb. Der Betriebsarzt kann als Berater bei Konflikten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie bei der ergonomischen Ausstattung des Arbeitsplatzes hinzugezogen werden.

Die Einsatzzeiten eines Betriebsarztes sind je nach Betreuungsgruppe und pro Arbeitnehmer geregelt. Der grundsätzliche Mindestanteil beträgt bei der Grundbetreuung 20%, darf jedoch nicht weniger als 0,2 Stunden pro Jahr betragen.

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